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Atzbacher Theatergeschichte

Auszug aus der Pfarrchronik ab dem Jahr 1910, so wie aus der Musikchronik ab dem Jahre 1921.

April 1913:

Die jungen Veteranen, resp. Reservisten unter Kooperation SPANLANG spielen wiederholt lustige Theaterstücke im Salletmaier`schen Gasthaus, welche sehr großen Anklang fanden. Jedes Mal war der verfügbare Raum mit Zuschauern vollbesetzt.

April 1921:

Gründung eines Musik- und Theatervereines durch Oberlehrer Franz Kinzl und die Musikkapelle Atzbach (gegr. 1865) geleitet von Josef Simmerer.

1926:

Theaterbetrieb im Pfarrhof unter der beliebten Lehrerin Franziska Stiasny.

Jänner 1931:

Feuerwehr und Musikkapelle sprechen im Pfarrhof um Überlassung des Getreidebodens zum Theaterspielen vor. Es sollte zu Ostern gespielt werden. Im Saal wurde eine zweite Türe ausgebrochen und eine Stiege vom Hof in den ersten Stock errichtet. Auf der Bühne und im Saal wurde das elektrische Licht eingeleitet. Kosten S 260,-. Der Maler Hubert Hager stellte neue Kulissen her. Bei der Bezirkshauptmannschaft wurde um Bewilligung zum Theaterspielen angesucht, die man mit vielen Anordnungen erteilte.:
(3 mit Wasser gefüllte Kübel und 3 Feuerwehrleute müssen bereit stehen, ein Frauen-Abort muss im ersten Stock sein und eine Tafel mit der Aufschrift: „Männer-Abort im Hof“ ist anzubringen.)
Am Ostersonntag um 3 Uhr Nachmittag wurde gespielt. Die Stücke „Baron Hardl“ und „Fünf mal eins ist fünf“ gefielen sehr gut, die Einnahmen betrugen S 700,- und dem Verein blieben S 90,- Schulden.

Von 1934 bis 1937

Wurden vom Reichsbund der deutschen Jugend, Ortsgruppe Atzbach folgende Theaterstücke aufgeführt:

Pfingsten 1934:

„Die Junggesellensteuer“

Pfingsten 1935 und am Dreifaltigkeitssonntag:

„Der reiche Ahnl und die fidele Gerichtssitzung“

Ostern 1936:

„Schuldbeladen“

Pfingsten 1936:

„Das Kirchlein am Hochmonten“

Pfingsten 1937:

„Die Welt geht unter“

September 1937 Reichsbundfeier:

„Die beiden Dickschädel“

November 1937:

Aufführung des Theaterstückes „Das Dirndl vom Falkenhof“ und des Einakters „Die verschlafene Kirchenwacht“

1942:

Der Getreideboden und die Bühne des Theatervereines werden als Partei-Kino der NSDAP verwendet.

1943:

Auf Kosten der NSDAP sollte ein eigener Eingang außerhalb der Friedhofsmauer durch den Kiener-Garten eingebaut werden. Dieser Plan ist aber wieder eingeschlafen.

Mai 1948:

Von Kindern und Lehrkräften der Volksschule werden im Rahmen einer Muttertagsfeier kleine Märchenspiele aufgeführt.

Mai 1949:

Aufführung eines Passionsspieles im Gasthof Salletmaier. Kleine Aufführungen von Theaterstücken durch die Schulkinder im Pfarrhofsaal. Wegen des guten Besuches muss die Aufführung eine Woche später wiederholt werden.

Mai 1950:

Muttertags-Theateraufführung der Schulkinder unter Schulleiter Josef Grabner.

Mai 1955:

Muttertags-Theateraufführung der Kinder unter Pfarrer Franz Zeindlhofer.

Sommer 1963:

Von der Katholischen Jugend werden im Gasthaus Salletmaier vier Einakter aufgeführt. Es gibt zwei Vorstellungen.